Tango de Salón
Tango de Salón bezeichnet einerseits eine bestimmte
Stilrichtung innerhalb des argentinischen Tangos und andererseits wird dieser Begriff in Argentinien für jegliche Form des Gesellschaftstanzes Tango angewandt, um ihn vom Bühnentango abzugrenzen.
Er entwickelte sich in den 40er Jahren und verzichtet völlig auf Akrobatik und Choreografien.
In der Stilrichtung Tango de Salón stehen die Interpretation der Musik, die Langsamkeit und die Eleganz der Tänzer im Vordergrund.
Der Tango de Salón bezaubert durch seine Eleganz und die innige Umarmung des Paares. Man tanzt ihn weltweit in den Ballsälen, in Milongas, auf der Straße, einfach überall, immer mit der größtmöglichen Rücksicht auf die Partnerin und auf die anderen Paare.
Der Tango de Salón wurde anfangs nur von der Oberschicht getanzt, um sich stilistisch vom gewöhnlichen Volk abzugrenzen.
Die Musik des Tango de Salón ist melodiöser, langsamer und weist weniger Stakkato auf, als zum Beispiel die des Tango Club oder der Canyengue. Entsprechend sind die Figuren auf Ruhe, Eleganz und Interpretation der Musik ausgelegt.
Typische Orchester sind Osvaldo Fresedo, Carlos Di Sarli oder Miguel Caló
Der Tango de Salón kommt ohne Klischees von „brennender Leidenschaft“ oder „Unterwerfung „ aus.
Im Vordergrund stehen das Genießen und das gefühlvolle Zusammenspiel des tanzenden Paares mit der Musik.
|